Logo EversOK

OLG Frankfurt/Main, 22.10.1985 - 5 U 247/84 - (Urteil)

ECLI
ECLI:DE:OLGHE:1985:1022.5U247.84.0A
Fundstellen
EversOK; BB 86, 896; DB 86, 687; VersR 86, 388; MDR 86, 413; HVR Nr. 612; VW 86, 750; NJW-RR 86, 458; DRspr II (210) 335 d; Juris LS; BeckRS 9998, 05921
Gesetz
§ 89 b Abs. 4 Satz 1 HGB; § 89 b Abs. 1 Satz 1 Nr. 3 HGB; § 89 b Abs. 5 HGB; § 92 HGB; § 287 ZPO; § 242 BGB; § 346 HGB
Stichworte
AA des VV; Grundsätze zur Errechnung der Höhe des AA; Berechnungsschema zur Ermittlung des AA; Arglisteinrede des U; lange Vertragsdauer; Anrechenbarkeit der Altersversorgung auf den AA; Prognosezeitraum; Bestandsdauer 7 Jahre; Bestandsfestigkeitdauer; Unabdingbarkeitsgrundsatz
Anmerkung


rkr.; zu diesem Urteil vgl. aber auch LG München I, 11.03.2005 LS 4;

zu LS 1 vgl. Küstner, Grundsätze zur Errechnung der Höhe des Ausgleichsanspruchs, 1997, Rz. 237; nach zutreffender Auffassung sind die "Grundsätze" im Streitfall für das Gericht jedenfalls nicht bindend. Es kann eine von ihnen abweichende Bemessung des AA vornehmen (BGH, 19.11.1970 LS 16 m.w.N.);

zum AA des VV vgl. Küstner/v. Manteuffel/Evers, HdB-ADR II, 6.A., Rzz. 16, 40, 64, 359, 513, 694, 1078, 1355, 1581, 1632; Küstner, VW 96, 1661; Höft, Ausgleichspflichtige Provisionsverluste für Versicherungs- und Bausparkassenvertreter, VersR 66, 104; ders., Ausgleichsansprüche der Versicherungs- und Bausparkassenvertreter für künftig zu Stande kommende Verträge, VersR 67, 524; ders., Nochmals, Kein Ausgleichsanspruch des Versicherungsvertreters für Inkasso- und Verwaltungsprovisionen, VersR 70, 97; ders. Bemerkungen zu aktuellen Fragen um den Ausgleichsanspruch (§ 89 b HGB) des Versicherungsvertreters, ZfVersWiss 76, 439; Schröder, zur Berechnung des AA der Versicherungs- (Bausparkassen-)Vertreter, FS für Nipperdey, S. 715 ff.;

zu LS 2 vgl. BAG, 21.05.1985 LS 22; OLG Frankfurt/Main, 21.11.1995 LS 4, 5; 17.02.1970 LS 5; OLG Hamm, 02.09.1999 LS 25 - ZTG ./. Aral -; LG München I, 21.03.1990 LS 2; MünchKommHGB/v. Hoyningen-Huene, 4.A., § 89 b Rz. 201; Küstner, v. Manteuffel & Evers, Hrsg., Der Ausgleichsanspruch des Versicherungs- und Bausparkassenvertreters 1998, Ziff. I. 5.4, S. 27; Ziff. III. 1.2, S. 114 f.; v. Westphalen, BB 01, 1593, 1596, 1597; vgl. dazu auch die Anm. 25.1 zu OLG Hamm, 02.09.1999; a.A. OLG Hamburg, 26.03.1992 LS 2; Küstner, Grundsätze zur Errechnung der Höhe des Ausgleichsanspruchs 1997, Rz. 109;

zu LS 4 vgl. auch OLG Hamm, 02.09.1999 LS 25 m.w.N. - ZTG ./. Aral -;

zur Berücksichtigung von Billigkeitsgesichtspunkten bei der Bemessung des AA nach den Grundsätzen - vgl. aber BGH, 21.05.1975 LS 17 m.w.N.;

zu LS 6 vgl. OLG Frankfurt/Main, 06.07.2010 LS 6 - DVAG 27 -;

zu LS 7 vgl. OLG Frankfurt/Main, 17.02.1970 LS 5; MünchKommHGB/v. Hoyningen-Huene, 4.A., § 89 b Rz. 198; Ammermann, Atypische Vergütung des Versicherungsvertreters und der Ausgleichsanspruch nach § 89 b HGB 1972, S. 148; vgl. auch BGH, 11.10.1990 LS 13; Heymann/Sonnenschein/Weitemeyer, HGB, 2. A., § 89 b Rz. 98; zugunsten des Vertreters kann aber eine Klausel, die den AA schematisch berechnet und beschränkt, hinsichtlich des für den Vertreter günstigen Rests wirksam sein, vgl. dazu BGH, 11.10.1990 LS 14, 15. Da die Grundsätze in der Praxis vereinbart zu werden pflegen, hängt die Frage, ob und inwieweit die Grundsätze Bindungswirkung entfalten, von der Darlegung der Ausgleichsforderung durch den VV ab. Ergibt sich nach seiner Darlegung ein höherer Betrag als nach den "Grundsätzen", sind die "Grundsätze" unverbindlich, vgl. dazu Küstner, v. Manteuffel & Evers, Hrsg., Der Ausgleichsanspruch des Versicherungs- und Bausparkassenvertreters 1998, Ziff. III. 1.2, S. 114 f.;

zu LS 8 vgl. Röhricht/v.Westphalen/Wagner, HGB, § 346 Rz. 16;

zu LS 9 vgl. a.A. OLG Hamburg, 26.03.1992 LS 2 m.w.N.; LG München I, 11.03.2005 LS 2 m.w.N.; Küstner, Grundsätze zur Errechnung der Höhe des Ausgleichsanspruch, 1997, Rz. 112;

zu LS 10 vgl. aber OLG Düsseldorf, 04.07.1979 LS 8;

zu LS 11 vgl. KG, 08.07.1960 LS 2 m.w.N.; Staub/Brüggemann, HGB, 4.A., § 89 b Rz. 105; vgl. aber auch die Anm. 2.1 zu KG, 08.07.1960;

zu LS 12 vgl. Staub/Brüggemann, HGB, 4.A., § 89 b Rz. 124;

zu LS 13 vgl. BGH, 03.04.1996 LS 5 m.w.N.;

zu LS 14 vgl. OLG Düsseldorf, 01.07.1994 LS 6 m.w.N.; Staub/Brüggemann, HGB, 4.A., § 89 b Rzz. 124, 128;

zu LS 15 - Länge des Prognosezeitraums - vgl. KG, 06.03.1964 LS 25; vgl. aber auch Küstner/v. Manteuffel/Evers, HdB-ADR, Bd. II, 6.A., Rz. 1083, wonach im Sachgeschäft erfahrungsgemäß eine Bestandsfestigkeit von 15 Jahre zu verzeichnen ist, während im K-Geschäft von 5 Jahren ausgegangen wird; dagegen offen gelassen in Küstner/Thume, HdB-VertR, Bd. II, 9.A., Kap. X; a.A. Müller-Stein, VW 99, 56, der von einem vierjährigen Prognosezeitraum ausgeht;

Für die Ermittlung des Prognosezeitraums ist von dem Grundsatz auszugehen, dass die Abwanderungsquote in linearer Fortschreibung den Prognosezeitraum maximiert (vgl. dazu im die Anm. 22.2 f. zu BGH, 04.06.1975).

zur Bedeutung der Bestandsfestigkeit für den Prognosezeitraum vgl. auch Küstner, Grundsätze zur Errechnung der Höhe des Ausgleichsanspruchs, 1997, Rz. 119;

zu LS 17 vgl. a.A. Müller-Stein, VW 99, 56 unter allerdings unzulässiger Bezugnahme auf die zum Bauspargeschäft ergangene Entscheidung des OLG Stuttgart, 22.02.1971 LS 23; nach zutreffender Ansicht des OLG Stuttgart, 22.02.1971 LS 22 ist der Prognosezeitraum unter Würdigung aller Umstände nach freier Überzeugung des Gerichts zu schätzen;

zu LS 18 vgl. LG Frankfurt/Main, 20.01.1978 LS 36; LG Düsseldorf, 29.04.1977 LS 10; wohl auch LG Hannover, 04.03.1976 LS 23; einschränkend OLG Düsseldorf, 15.06.1972 LS 10 für den Fall, dass der HV Aufbauarbeit geleistet hat; a.A. OLG Frankfurt/Main, 08.12.1970 LS 12 m.w.N.; LG München, 21.03.1990 LS 10;

zu LS 19 vgl. LG München, 11.07.1984 LS 2