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BGH, 31.05.1965 - VII ZR 279/63 - (Urteil)

BGH, 31.05.1965 - VII ZR 279/63 - (Urteil)
Fundstellen
EversOK; HVR Nr. 325 LS; Wolters Kluwer
Gesetz
§ 84 HGB; § 84 Abs. 1 Satz 2 HGB; § 89 b Abs. 3 Satz 2 HGB; § 89 b Abs. 3 Nr. 2 HGB; § 89 b Abs. 1 Satz 1 Nr. 1 HGB; § 89 b Abs. 1 Satz 1 Nr. 2 HGB; § 89 b Abs. 1 Satz 1 Nr. 3 HGB; § 90 a HGB; § 87 d HGB; § 670 BGB
Stichworte
AA des TStH; Handelsvertretereigenschaft; Tankstellenhalter; Status eines TStH; Abgrenzung HV / AN; Scheinselbständigkeit; Weisungen; Öffnungszeiten; Geschäftszeiten; Betriebspflicht; stationärer Vertrieb; tägliche Inkassoabrechnung; Abgrechnung des Inkassos; Inkasso; wichtiger Grund; Nachschieben von Kündigungsgründen; nachvertraglicher Wettbewerb des HV; Minderung der Unternehmervorteile; Umdeckung der Kunden; ersparte Kosten; ersparte Unkosten; Billigkeit; Billigkeitsgesichtspunkt; nachvertragliche Einkünfte aus anderer Tätigkeit nach Vertragsbeendigung; Höhe der Karenzentschädigung bei nachvertraglichem Wettbewerb; Anspruch des HV auf Aufwendungsersatz; Verbesserung der Absatzstelle; Station
Anmerkung
zu neuen Urteilen bez. Inkassosystemen der TStH vgl. Thume, IHR 16, 75;

zum AA des handelsvertreterähnlichen Vertriebsvermittlers vgl. Thume, BB 16, 578;

zu LS 2 vgl. OLG München, 09.02.1993 LS 2 m.w.N.;

zu LS 3 vgl. OLG Hamburg, 28.11.1979 LS 1;

zu LS 5 - Abrechnungspflicht bezüglich Inkasso kein Indiz für persönliche Abhängigkeit - vgl. OLG Brandenburg, 23.05.1995 LS 7 m.w.N.;

zu LS 6 vgl. OLG München, 09.02.1993 LS 2 m.w.N.;

zu LS 9 - Tätigkeit für mehrere Auftraggeber als dem HV wesenseigenes Merkmal - vgl. BGH, 25.04.1966 LS 1 m.w.N.; Stötter, Das Recht der Handelsvertreter, 3.A., S. 343, folgert aus der Tätigkeit des TStH als HV und VH in einer Person, dass der TStH grundsätzlich analog § 89 b HGB einen AA für die dem U überlassene Stammkundschaft des Shop-Geschäfts verlangen kann;

zu LS 11 vgl. OLG Celle, 08.10.1958 LS 1 m.w.N;

zu LS 13 vgl. BGH, 24.09.1987 LS 6, 7; 30.06.1969 LS 8; 21.03.1966 LS 6; 02.10.1958 LS 4 m.w.N.; OLG Düsseldorf, 07.07.2000 LS 12; 12.09.1972 LS 5; 21.12.1956 LS 3; LG Berlin, 26.02.2003 LS 1; Anm. 5.1 zu OLG München, 03.05.2000; MünchKommHGB/v. Hoyningen-Huene, 4.A., § 89 b Rz. 178; Niebling, Das Recht des Automobilvertriebs, S. 187;

zu LS 14 vgl. BGH, 28.03.1974 LS 14 - TUI 1 -;

zu LS 20 vgl. Stötter, Das Recht der Handelsvertreter, 3.A., S. 340;

20.1 Der Ansatz, bei der Bestimmung der Unternehmervorteile das Bruttoprinzip zu durchbrechen, indem auf die Gewinne des U abgestellt wird, erscheint nicht unbedenklich. Wenn überhaupt, sollten hier die gleichen Grundsätze gelten wie beim HV.

20.2 Eine Durchbrechung des Bruttoprinzips kann nur ausnahmsweise angezeigt erscheinen. Ebenso, wie beim HV nur solche Kosten berücksichtigt werden können, die 50 % der Provision übersteigen, kann daher für die Unternehmervorteile nur dann nicht auf die Umsätze abgestellt werden, wenn die Gewinnspanne 50 % der branchenüblichen Umsatzrendite unterschreitet.

zu LS 26 - Jahresprovision als Bruttoprovision - vgl. Geßler, Der Ausgleichsanspruch der Handels- und Versicherungsvertreter 1953, S. 81;
- anspruchsmindernde Berücksichtigung ersparter Kosten - vgl. OLG Hamburg, 10.09.1981 LS 18 m.w.N.;

zu LS 27 - keine anspruchsmindernde Berücksichtigung nachvertraglichen Erwerbes - vgl. OLG Düsseldorf, 08.05.1956 LS 9; Küstner/Thume, HdB-VertR, Bd. II, 9.A., Kap. VIII Rzz. 39 f.; MünchKommHGB/v. Hoyningen-Huene, 4.A., § 89 b Rz. 121; Heymann/Sonnenschein/Weitemeyer, HGB, 2.A., § 89 b Rz. 45;

zu LS 30 - Wirksamkeit einer nachvertraglichen Wettbewerbsabrede ohne Vereinbarung einer Karenzentschädigung - vgl. LG Köln, 29.11.1983 LS 2 m.w.N.;

zu LS 31 - Anspruch des HV auf Aufwendungsersatz - vgl. LAG Bremen, 05.07.1960 LS 3 m.w.N.