BGH, Urteil, 23.05.1966 - VII ZR 268/64 - EversOK



Fundstellen
BGHZ 45, 268; NJW 66, 1962; BB 66, 794; DB 66, 1130; VersR 66, 754; VersR 66, 842 m. Anm. Höft; VersVerm 66, 140; VW 66, 960; HVR Nr. 354; HVuHM 678; MDR 66, 833; LM Nr. 25 zu § 89 b HGB m. Anm. Rietschel; RdA 66, 435; DB 66, 1837 m. Anm. Martin; BetrAV 66, 140; DStR 66, 553 m. Anm. Offerhaus; MDR 66, 333; ZBlSozVers. 66, 340; JR 66, 384; JuS 67, 43; BeckRS 1966; Juris; prinz.law
Gesetz
§ 89 b HGB; § 89 b Abs. 1 Satz 1 Nr. 3 HGB
Stichworte
- Allianz 1 -; AA des VV; Anrechenbarkeit der Altersversorgung auf den AA; Alters- und Hinterbliebenenversorgung; Anrechnung der freiwilligen Leistung des VU zur Altersversorgung des VV; Billigkeit; besonders günstige Vertragsbedingungen
Anmerkung
Vorinstanzen OLG München, 09.07.1964; LG München I, 31.10.1962; vgl. zu dieser Entscheidung OLG Naumburg, 15.04.2003 LS 4;

zu LS 1 - Anrechenbarkeit der Altersversorgung auf den AA vgl. BGH, 17.11.1983 LS 1 ff. - Allianz 2 -; 19.11.1970 LS 40; 23.02.1994 LS 1; OLG Düsseldorf, 24.02.1995 LS 1 ff.; 12.02.1993 LS 19; OLG München, 16.11.2006 LS 2 m.w.N.; 21.12.2005 LS 27 m.w.N. - Allianz 9 -; 30.06.2005 LS 1 m.w.N. - Allianz 8 -; OLG Köln, 01.08.2003 LS 12 - DEVK 4 -; LG Heilbronn, 04.01.1980 LS 25; LG München I, 08.12.2008 LS 6 m.w.N. - Allianz 14 -; LG München I, 15.02.2005 LS 5 - Allianz 8 -; vgl. aber auch LG München I, 21.03.2002 LS 29 m.w.N. - Allianz 6 -;

Auch die Lehre ist zum Zeitpunkt der Entscheidung durchweg davon ausgegangen, dass eine Anrechnung der unternehmerseitig finanzierten Altersversorgung des Vertreters auf dessen AA zulässig ist (vgl. Bruck/Möller, VVG, Anm. 378, 379 vor §§ 43-48; Trinkhaus, Handbuch der Versicherungsvermittlung, S. 419; Schröder, Recht der Handelsvertreter, 5.A., § 89 b Rz. 19; ders., BB 54, 477, 481; ders., DB 58, 46; Schuler, NJW 58, 1113, 1116; Küstner, BB 63, 1147).

zu LS 2 vgl. BGH, 21.05.1975 LS 9; OLG München, 02.02.2000 LS 6; BGH, 16.06.2010 - VIII ZR 259/09 - LS 11, 13;

zu LS 3 vgl. BGH, 20.11.2002 LS 21 - Axa Colonia 2 -; LG München I, 21.03.2002 LS 26 - Allianz 6 -; 10.08.2000 LS 16; OLG München, 6.11.2006 LS 12; Anm. 18.3 zu OLG Celle, 16.05.2002 - BHW 3 -; OLG Köln, 17.08.2001 LS 28 - Axa Colonia 2 -; Küstner/Thume, HdB-VertR, Bd. II, 9. A., Kap. VIII Rz. 35; Staub/Brüggemann, HGB, 4.A., § 89 b Rzz. 63 ff., 68; Noetzel, NJW 58, 1325, 1326; Neflin, DB 62, 1531;

zur Berücksichtigung vertragsfremder Umstände im Rahmen der Billigkeitsprüfung allgemein vgl. verneinend OLG Düsseldorf, 25.02.2000 LS 43; OLG Hamm, 04.10.1965 LS 17; LG Hannover, 11.07.1984 LS 40; Baumbach/Hopt, HGB, 38.A., § 89 b Rz. 33; Stötter, Recht der Handelsvertreter, 3.A., S. 303, 304; Staub/Brüggemann, HGB, 4.A., § 89 b Rzz. 67, 68; Röhricht/v. Westphalen/Küstner, HGB, § 89 b Rzz. 75, 78; Küstner/Thume, HdB-VertR, Bd. II, 9.A., Kap. VIII Rzz. 24 ff., Kap. X Rzz. 1 ff., 76 ff.; wohl auch Höft, VersR 72, 535; differenzierend BGH, 15.02.1965 LS 14 f.; a.A. MünchKommHGB/v. Hoyningen-Huene, 4.A., § 89 b Rz. 88 (vgl. dort aber auch Rz. 121); Heymann/Sonnenschein/Weitemeyer, HGB, 2.A., § 89 b Rz. 43; Ebenroth/Boujong/Joost/Strohn/Löwisch, HGB, 4.A., § 89 b Rz. 150; Schröder, Recht der Handelsvertreter, 5.A., § 89 a Rz. 17 a; Ankele, Handelsvertreterrecht, § 89 b Rz. 110; Alff, Handelsvertreterrecht, Rz. 282; Westphal, Vertriebsrecht, Bd. I, Handelsvertreter 1998, Rz. 678; Meyer, BB 56, 299; Martin, DB 66, 1837;

zu LS 5 vgl. OLG Celle ,16.05.2002 LS 28 - BHW 3 -; Leistungen des U für die Altersversorgung des HV stellen eine besonders günstige Vertragsbedingung dar (vgl. Anm.3.2 zu LG Köln, 23.05.2000 - Axa Colonia 2 -; HK-HGB/Ruß, § 89 b Rz. 29; Höft, BB 66, 842, 844).

zu LS 6 vgl. BGH, 04.06.1975 LS 10; Anm. 1.2 zu LG Stuttgart, 16.05.2000; Schröder, Recht der Handelsvertreter, 5.A., § 89 b Rz. 19; ders., DB 62, 899; Küstner, BB 63, 1147;

zu LS 9 vgl. OLG Hamburg, 10.08.2009 LS 2 - Hamburg-Mannheimer 9 -; OLG München, 16.11.2006 LS 3; OLG Naumburg, 15.04.2003 LS 2; LG Bonn, 22.09.2015 LS 2; Anm. 3.3 zu LG Köln, 23.05.2000 - Axa Colonia 2 -; Anm. 1.2 zu LG Stuttgart, 16.05.2000;

9.1 Soweit der Senat ausführt, dass es entscheidend sei, dass die Altersversorgung im Wesentlichen den praktischen Zweck einer Ausgleichszahlung übernehme und dass der auf freiwilligen Leistungen der beklagten Versicherung beruhende Anteil der Altersversorgung schon für sich allein einen erheblich höheren Geldwert habe als der für den klagenden Vertreter in Betracht kommende Ausgleich, handelt es sich ersichtlich nicht um Erwägungen, die die Anrechnung dem Grunde nach tragen. Vielmehr hat der BGH damit lediglich begründet, warum einerseits trotz der rechtlichen Unterschiede zwischen Altersversorgung und Ausgleich eine Anrechnung im Rahmen der Billigkeit möglich ist. Der Senat ist im Grundsatz davon ausgegangen, dass der AA kein Versorgungsanspruch ist (vgl. LS 11 dieser Entscheidung). Andererseits hat der Senat damit begründet, warum das Ergebnis der Billigkeitsprüfung in dem konkreten Fall rechtlich nicht zu beanstanden ist. Immerhin handelte es sich um eine Anspruchsreduzierung auf Null. Es ist daher nicht so, dass der BGH die "funktionelle Verwandtschaft" als tragende Erwägung für den Grund der Anspruchsminderung angesehen hat, wie es ihm später immer wieder unterstellt wurde (vgl. die Anm. 12 zu dieser Entscheidung).

9.2 Nach der zweifelhaften Auffassung des LG Stuttgart, 16.05.2000 LS 2 soll die vom Senat im letzten HS des LS gewählte Formulierung dafür sprechen, dass der Kapitalwert der vom U finanzierten Altersversorgung nicht an der Rechengröße der Anspruchsvoraussetzungen des § 89 b Abs. 1 Satz 1 Nr. 1 und 2 HGB zu messen ist, sondern an dem AA insgesamt. In allen Fällen, in denen der Rohausgleich die Höchstgrenze übersteigt, würde dies dazu führen, dass der Kapitalwert der Altersversorgung vom Höchstbetrag nach § 89 b Abs. 2 HGB in Abzug zu bringen wäre. Dies ist unstatthaft (vgl. Küstner/v. Manteuffel/Evers, EWiR 94, 581, 582).

9.3 Entgegen der Ansicht des LG Stuttgart lässt sich aus dieser Entscheidung des BGH nichts für die Auffassung herleiten, die Altersversorgung mindere den AA und nicht das Ergebnis der Vorteils-und Verlustprognose, weil der BGH im Streitfall überhaupt keine Veranlassung hatte, zu der Frage Stellung zu nehmen, ob und in welchem Umfang eine Anrechnung gegenüber einem sich auf Grund der Vorteils-und Verlustprognose ergebenden größeren Betrag in Betracht kommt.

9.4 Das Ergebnis der Berechnung nach § 89 b Abs. 1 Satz 1 Nr. 1 und 2 HGB belief sich im Streitfall des BGH auf den Betrag von DM 90.183,02. Der Kapitalwert der Altersversorgung war wesentlich höher. Nach den Festellungen des Berufungsgerichts belief sich der Barwert des Rentenbetrages, bezogen auf den Zeitpunkt der Vertragsbeendigung, den1.4.1961, unter Zugrundelegung eines gemischten Zinssatzes (von 3 ½ % für die Kassenrenten und den Vertreterzuschuß und von 5 ½ % für die Zusatzrente) auf DM 125.215,-- und unter Zugrundelegung eines Zinssatzes von einheitlich 5 ½ % auf DM 115.810,--, oder von 6 % auf DM 111.405,-- DM sowie von 6 ½ % auf DM 106.930,--. Da somit selbst der geringste in Betracht kommende Barwert den sich gemäß § 89 b Abs. 1 Satz 1 Nr. 1 und 2 HGB ergebenden Betrag überschritten hat, führte die Anspruchsminderung unter dem Gesichtspunkt der Billigkeit nach Maßgabe des § 89 b Abs. 1 Satz 1 Nr. 3 HGB zu einer Billigkeitsreduzierung auf Null.

zu LS 10 vgl. LG Hannover, 04.03.1976 LS 22;

zu LS 11 vgl. OLG München, 16.11.2006 LS 3; vgl. dazu auch Anm. 11.2 zu LG Stuttgart, 15.06.2001 - Mercedes-Benz 1 -;

11.1 Der Senat hebt zutreffend hervor, dass der AA keinen Versorgungsanspruch zum Inhalt hat (ebenso BGH, 09.03.1977 LS 15; 02.10.1958; OLG Stuttgart, 26.03.1957 LS 51; KG, 19.09.1969 LS 2; OLG Düsseldorf, 22.12.1995 LS 3; OLG Köln, 29.04.1968 LS 25; LG Hamburg, 13.08.1997 LS 12; LG Heilbronn, 23.02.1998 LS 6; LG München I, 10.08.2000 LS 32 - Allianz 5 -; Baumbach/Hopt, HGB, 38.A., § 89 b Rz. 1; Schröder, Recht der Handelsvertreter, 5.A., § 89 b Rz. 17a; v. Westphalen, BB 01, 1593; Höfer, BetrAVG, ART Rz. 66; Evers/Kiene, ZfV 01, 618, 622; Schnug, Der Syndikus 99, 54; a.A. OLG Köln, 17.08.2001 LS 31 - Axa Colonia 2 -; OLG München, 02.02.2000 LS 6 - VVW 1 -; OLG Celle, 13.01.2005 LS 1 - BHW 4 -; 16.05.2002 LS 29 m.w.N. - BHW 3 -; Küstner, VersR 04, 157, 159 f.).

11.2 Dass der HV das ihm gemäß § 89 b HGB geschuldete Entgelt zur Finanzierung der eigenen Altersversorgung einsetzt, stellt keine Verwendung des AA selbst dar, sondern der in Geld aus dem Rechtsgrund der Vorschrift des § 89 b HGB geschuldeten Leistung des U. Die Verwendung einer aus einem Vertrag geschuldeten Geldleistung lässt den Charakter des zugrunde liegenden Schuldverhältnisses unberührt (vgl. dazu auch die Anm. 31.2 zu OLG Köln, 17.08.2001 - Axa Colonia 2 -). Unabhängig davon, für welche Zwecke der HV die gemäß § 89 b HGB geschuldete Geldleistung einsetzt, bleibt der AA ein Entgelt die Schaffung des Kundenstamms für den U (zum Zweck des AA vgl. BGH, 15.11.1984 LS 3a m.w.N.). Wollte man dem Anspruch Versorgungscharakter beimessen, so hätte dies erhebliche Konsequenzen. Denn in diesem Fall wären die Vorschriften des BetrAVG anwendbar (vgl. dazu Anm. 31.3 zu OLG Köln, 17.08.2001).

zur neueren arbeitsrechtlichen Sichtweise vgl. Hueck/Nipperdey, Lehrbuch des Arbeitsrechts, 7.A., Bd. I, S. 434; - soziale Erwägungen - Begründung zum Entwurf des Gesetzes zur Änderung des Handelsgesetzbuchs, BT-Drs. I/3856 S. 10 f.; Schriftlicher Bericht des Rechtsausschusses, Sitzungsberichte des Bundestags, 1. Wahlperiode, S. 14, 207;

zu LS 12 vgl. BGH, 20.11.2002 LS 17 m.w.N. - Axa Colonia 2 -; LG Köln, 23.05.2000 LS 2 - Axa Colonia 2 -; 25.06.1992 LS 3; OLG München, 30.06.2005 LS 3 m.w.N. - Allianz 8 -; OLG Celle, 13.01.2005 LS 13 - BHW 4 -; LG Stuttgart, 15.06.2001 LS 2; OLG Celle, 16.05.2002 LS 28 m.w.N. - BHW 3 -; OLG München, 16.11.2006 LS 3; 21.12.2005 LS 28 - Allianz 9 -; 30.06.2005 LS 2 m.w.N. - Allianz 8 -; Thume, BB 02, 1325, 1326 f.; kritisch Evers/Kiene, ZfV 01, 585 ff.;

Obwohl der Senat das Bild von der funktionellen Verwandtschaft des AA und der Altersversorgung erkennbar nur gebraucht, um seinen in LS 9 der Entscheidung zum Ausdruck gebrachten Standpunkt zu bekräftigen, wird dem Aspekt der funktionellen Verwandtschaft die Bedeutung einer Rechtsfigur beigemessen (so etwa LG Köln, 23.05.2000 LS 3). Hierbei wird übersehen, dass die Anspruchsminderung ihre sachliche Rechtfertigung in dem Grundsatz findet, dass besonders günstige Vertragsbedingungen als ein anspruchsmindernder Gesichtspunkt in die Billigkeitsprüfung einzustellen sind (vgl. dazu LS 5 dieser Entscheidung, sowie die Anm. 2.3 zu BGH, 23.02.1994).

zu LS 13 vgl. BFH, 20.09.1997 LS 5 m.w.N.; LG München I, 10.08.2000 LS 20 - Allianz 5 -;

zu LS 14 vgl. BGH, 20.11.2002 LS 25 - Axa Colonia 2 -; OLG Celle, 13.01.2005 LS 17 - BHW 4 -; 16.05.2002 LS 33 - BHW 3 -; OLG Köln, 20.10.2014 LS 5; LG Stuttgart, 28.01.2000 LS 22; Anm. 2.6 zu LG Stuttgart, 16.05.2000; OLG Stuttgart, 12.02.2002 LS 3, 8; Thume, BB 02, 1325, 1327; vgl. dazu aber Evers/Kiene, ZfV 01, 585, 588;

zu LS 15 - Maßgeblichkeit der Umstände des Einzelfalls - vgl. BGH, 23.02.1994 LS 2 m.w.N.; OLG Köln, 01.08.2003 LS 12 m.w.N. - DEVK 4 -; LG Heilbronn, 04.01.1980 LS 25; LG Berlin, 26.01.1973 LS 2;

zu LS 17 - uneingeschränkte Vererblichkeit des AA - vgl. BGH, 10.02.2010 LS 18 - Stuttgarter 10 -; 17.11.1983 LS 15 - Allianz 2 -; LG Düsseldorf, 15.08.1990 LS 6:

zu LS 18 vgl. OLG Hamburg, 10.08.2009 LS 2 - Hamburg-Mannheimer 9 -; LG Stuttgart, 28.01.2000 LS 23, das dem Vertreter die Darlegungs- und Beweislast auch für den Fall des Vorliegens einer so genannten Fälligkeitsdifferenz zuweist (vgl. dazu die abl. Anm. 23.1 zu LG Stuttgart, 28.01.2000).

zu LS 19 vgl. Küstner, BB 63, 1147;

zu LS 20 vgl. OLG München, 05.08.2009 LS 14 m.w.N. - Allianz 14 -;

zur Wirksamkeit einer Entziehungsklausel, nach der der U dem VV das Ruhegeld wegen nachvertraglicher Verfehlungen entziehen kann - vgl. LG Köln, 06.02.1992 LS 1 m.w.N.;

zu LS 21 Im Streitfall ergab sich nach Anspruchsvoraussetzungen des § 89 b Abs. 1 Satz 1 Nr. 1 und 2 HGB ein gegenüber dem Kapitalwert der Altersversorgung - je nach Bewertungsansatz - um zwischen DM 35.031,98 und DM 16.746,98 niedrigerer Betrag (vgl. dazu die Anm. zu LS 9 dieser Entscheidung). Der Senat hat die Billigkeitsreduzierung auf Null durch die Anrechnung des Kapitalwertes der Altersversorgung trotz der nachvertragliche Möglichkeit des Entzuges der Versorgungsleistungen zusätzlich darauf gestützt, dass der Kapitalwert rundgerechnet abhängig vom Bewertungsansatz der Altersversorgung zwischen 19 % und 39 % höher war als ein sich nach den Anspruchsvoraussetzungen des § 89 b Abs. 1 Satz 1 Nr. 1 und 2 HGB ergebender Ausgleich.

zu LS 22 vgl. BGH, 08.05.2014 LS 11 - DVAG 27 -; 14.06.2006 LS 12 - Westfälische Provinzial 5 -; LG Hannover, 28.05.2001 LS 41 m.w.N. - BHW 3 -; LG Bonn, 22.09.2015 LS 6;

zu LS 23 vgl. LG München I, 15.02.2005 LS 21 - Allianz 8 -; bei der Anrechnung der während einer vorangegangenen Angestelltentätigkeit eingezahlten Beiträge handelt es sich um einen vertragsfremden Umstand, der grundsätzlich im Rahmen des § 89 b Abs. 1 Satz 1 Nr. 3 HGB keine Berücksichtigung finden darf; im übrigen verkennt der Senat, dass der durch die Betriebstreue erdiente Umfang der Altersversorgungsleistungen auf den AA nicht anzurechnen sind (OLG Düsseldorf, 24.02.1995 LS 8);

zu LS 26 vgl. OLG München, 22.03.2001 LS 5,

zu LS 27 vgl. OLG München, 21.12.2005 LS 36 - Allianz 9 -; 30.06.2005 LS 7 - Allianz 8 -; OLG Celle, 13.01.2005 LS 23 - BHW 4 -; 16.05.2002 LS 38 - BHW 3 -; OLG Saarbrücken, 18.05.1988 LS 14 m.w.N.; LG München I, 15.02.2005 LS 17 - Allianz 8 -;

zu LS 28 vgl. Bruck/Möller, VVG, Anm. 379 vor §§ 43-48; 379; Küstner, BB 63, 1147; a.A. Evers/Kiene, ZfV 01, 618, 621 f.; Trinkhaus, Handbuch der Versicherungsvermittlung 1955, S. 419; Leuze, VersVerm 54, 78; ebenso wohl Rhein, VW 55, 151, 154; Lohmüller/Josten/Beuster, Handels- und Versicherungsvertreterrecht, Anm. 14 zu § 89 b HGB;

zu LS 29 Im Streitfall belief sich der AA auf DM 90.183,02. Das Berufungsgericht hat den Kapitalwert der Rente bezogen auf den Zeitpunkt der Beendigung des Vertragsverhältnisses (1. April 1961) unter Zugrundelegung der sich aus den statistischen Erfahrungswerten ergebenden mutmaßlichen Lebensdauer des VV von 12,63 Jahren und eines von diesem selbst für angemessen gehaltenen Zinssatzes von 6 % mit DM 111.405,-- abgesetzt. Die Rente belief sich auf DM 891,15 monatlich. Es hat aber auch alternative Werte ermittelt (vgl. dazu die obige Anm. 9). vgl. hierzu OLG Celle, 16.05.2002 Anm. 38.1 - BHW 3 -;

zu LS 30 vgl. aber OLG Celle, 16.05.2002 LS 38 - BHW 3 -; BGH, 17.11.1983 LS 17 - Allianz 2 -; OLG Köln, 17.08.2001 LS 42; LG Wuppertal, 21.05.1996 LS 12;

zu LS 32 vgl. OLG Hamburg, 10.08.2009 LS 7 - Hamburg-Mannheimer 11 -;

zu LS 33 vgl. OLG München, 05.08.2009 LS 19 - Allianz 14 -