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OLG Düsseldorf, 22.12.2011 - I-16 U 133/10 - (Urteil)

OLG Düsseldorf, 22.12.2011 - I-16 U 133/10 - (Urteil)
ECLI
ECLI:DE:OLGD:2011:1222.I16U133.10.00
Gesetz
§ 84 Abs. 1 Satz 1 HGB; § 87 c Abs. 2 HGB analog; § 92 Abs. 1 HGB; § 92 Abs. 2 HGB; § 92 Abs. 3 HGB; § 93 Abs. 1 HGB; § 242 BGB; § 538 Abs. 2 Satz 3 ZPO
Stichworte
Abgrenzung HV / HM; Bemühungspflicht; VM; ständige Betrauung; Hauptpflicht des U; Hauptleistungspflicht; Zahlung der Provision; Wettbewerbsverbot; Courtage; Courtagezusage; Tagebuchpflicht; Anspruch auf Buchauszug
Anmerkung


Vorinstanz LG Düsseldorf, 30.03.2010 - 10 O 496/05 -; der Senat hat die Revision nicht zugelassen; die Sache habe weder grundsätzliche Bedeutung, noch ist zur Fortbildung des Rechts oder zur Sicherung einer einheitlichen Rspr. die Entscheidung des Revisionsgerichts erforderlich; der Senat weiche nicht von seiner im Urteil vom 29.11.1996 (16 U 18/96) vertretenen Rechtsauffassung ab; seinerzeit habe es sich um eine auf den Einzelfall bezogene Entscheidung gehandelt, bei der die Vereinbarung des Bestandspflegegeldes einen Gesichtspunkt für die Annahme eines zu diesem Zeitpunkt nicht mehr streitigen Handelsvertreterverhältnisses darstellte; nach der entsprechend der höchstrichterlichen Rspr. gebotenen Einzelfallbetrachtung sei dies hier anders zu bewerten.

zu der Entscheidung vgl. auch die Fortführung der Senatsrechtsprechung mit Urt. v. 27.05.2016 - I-16 U 187/14 - Fonds Finanz -;

zu LS 1 vgl. LG Köln, 06.03.2018 LS 6 m.w.N.;

zu LS
8 - Anwendbarkeit der Kontrollrechte des § 87 c HGB auf VM - vgl. verneinend LG Berlin, 05.03.2009 LS 20 m.w.N.;

zu LS 9 - vgl. Koller/Kindler/Roth/Drüen, HGB, 9.A., § 92 Rz. 1;

zu LS 11 - Erfordernis der Abgrenzung des VV vom VM im Recht der Absatzmittler - vgl. OLG Düsseldorf, 27.05.2016 LS 1 - Fonds Finanz -; OLG Brandenburg, 17.10.2007 LS 2; LG Dortmund, 15.01.2014 LS 3 - Volkswohl Bund 2 -; LG Ulm, 28.08.2007 LS 6 - DFA -; Ebenroth/Boujong/Joost/Strohn/Reiner, HGB, 4.A., § 93 Rz. 66; MünchKommHGB/v. Hoyningen-Huene, HGB, 4.A., § 93 Rz. 28; Baumbach/Hopt, HGB, 39.A., § 93 Rz. 7; Koller/Kindler/Roth/Drüen, HGB, 9.A., § 93 Rz. 12; Oetker/Kotzian-Marggraf, HGB, 6.A., § 93 Rz. 10; Hiller, BB 08, 319;

Soweit in der Literatur davon ausgegangen wird, dass für die Abgrenzung des VM vom VV allein maßgeblich sein soll, ob der Versicherungsvermittler nicht von einem Versicherer, sondern von einem Kunden als dessen Interessenwahrer und Sachwalter mit einem Vermittlungsgeschäft betraut wird (so Böckmann/Ostendorf, VersR 09, 154, 155), kann dem nicht gefolgt werden, weil diese Auffassung allein deshalb nicht trägt, weil der Untervermittler eines VM HV i.S. der §§ 84 ff. HGB sein kann, weshalb davon auszugehen ist, dass die Legaldefinitionen des VM und VV in § 59 VVG nur für das VVG gelten (LG Ulm, 28.08.2007 LS 5 - DFA -) und folglich vertriebsrechtlich der Absatzmittlertypus des VM vom VV zur Klärung des Rechtsverhältnisses zwischen VM und VU nach wie vor nach dem Merkmal der ständigen Betrauung vorzunehmen ist (vgl. dazu auch Anm. 5.1 f. zu BGH, 17.11.1985)..

zu LS 13 vgl. Baumbach/Hopt, HGB, 39.A., § 84 Rz. 41;

zu LS 16 vgl. OLG Naumburg, 17.04.2013 LS 7; Prölss/Martin/Dörner, VVG, 30.A., § 59 Rz. 9;

zu LS 18 vgl. OLG Düsseldorf, 27.05.2016 LS 1 - Fonds Finanz -;

zu LS 21 vgl. Baumbach/Hopt, HGB, 39.A., § 86 Rz. 20;

zu LS 26 vgl. OLG Hamm, 19.03.2009 LS 7, 8; OLG Düsseldorf, 27.05.2016 LS 18;

zur Verschwiegenheitspflicht des VM gegenüber seinem Auftraggeber vgl. OLG Frankfurt/Main, 30.06.2009 LS 4, 5 - Trowe 1 -; Zinnert, Recht und Praxis des Versicherungsmaklers, S. 205 f.;

zu LS 30 vgl. OLG Karlsruhe, 31.10.1986 LS 12;

zu LS
42 vgl. Koller/Kindler/Roth/Drüen, HGB, 9.A., § 93 Rz 16;

zu LS 44 vgl. Prölss/Martin/Dörner, VVG, 30.A., § 59 Rz. 90;

zu LS 52 Das VU hat dem Vermittler auf der Grundlage eines Nachtrages zur Courtagezusage einen einmaligen, verrechenbaren Courtagevorschuss in Höhe von 5.000,-- Euro gewährt, der in monatlichen Raten von 500,-- Euro zurückgeführt werden sollte, wobei die Tilgung aus den Courtagegutschriften der jeweiligen Courtageabrechnung erfolgen sollte. Für den Fall, dass der Courtagevorschuss mit der Courtage-Abrechnung nicht vollständig getilgt sein sollte, sollte der Vermittler die zu einem bestimmten Zeitpunkt bestehende Restforderung in einer Summe zahlen.

zu LS 56 vgl. OLG Karlsruhe, 19.03.2008 LS 30 - Metzler -;

zu LS 68 vgl. Zöller/Herget, ZPO, 27.A., § 97 Rz. 7