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OLG München, 20.03.2014 - 7 W 315/14 - (Beschluss)

OLG München, 20.03.2014 - 7 W 315/14 - (Beschluss)

ECLI

ECLI:DE:OLGMUEN:2014:0320.7W315.14.0A

Gesetz

§ 5 ArbGG; § 5 Abs. 1 Satz 2 ArbGG

Stichworte

Zuständigkeit der Arbeitsgerichte; Abgrenzung VV / AN; Scheinselbständigkeit; Indizien für abhängige Beschäftigung; Zeugnis; Eingliederung in den Organisationsbereich des U

Anmerkung



Vorinstanz LG München I, 26.11.2013 - 30 O 1460/12 -

zu LS 2 - Pflicht des HV, Tätigkeitsunterbrechungen anzuzeigen - vgl. aber LAG Nürnberg, 26.01.1999 LS 63 - Hamburg- Mannheimer 4 -; Ebenroth/Boujong/Joost/Strohn/Löwisch, HGB, 4.A., § 86 Rz. 20; MünchKommHGB/v. Hoyningen-Huene, 4.A., § 86 Rz. 50; Heymann/Sonnenschein/Weitemeyer, HGB, 2.A., § 86 Rz. 22; Evers/v. Manteuffel, Die Pflichten des Versicherungsvertreters, 1998, Ziff. 3, S. 14;

zu LS 6 vgl. Baumbach/Hopt, HGB, 40.A., § 84 Rz. 36;

zu LS 9 vgl. LAG Nürnberg, 24.02.1993 LS 10 m.w.N.; LAG Niedersachsen, 28.04.1998 LS 10; vgl. aber LAG Baden-Württemberg, 23.03.1999 LS 29 - Deutsche Bank 1 -; LAG Düsseldorf, 22.05.1991 LS 9, 10; ArbG Nürnberg, 30.01.2003 LS 20;

Dass der HV dem U Tätigkeitsunterbrechungen tatsächlich anzeigt, lässt nicht auf eine entsprechende Rechtspflicht schließen vgl. dazu LAG Nürnberg, 26.01.1999 LS 20 f. - Hamburg- Mannheimer 4 -). Darüber hinaus kann die Pflicht zur Anzeige von Tätigkeitsunterbrechungen auch deshalb eine statusneutrale Beschränkung darstellen, weil sie einer Rechtspflicht des HV gemäß § 86 Abs. 2 HGB entspricht (vgl. dazu LAG Nürnberg, 26.01.1999 LS 63 m.w.N. - Hamburg- Mannheimer 4 -).


zu LS 13 Im Streitfall sind Abrechnung der Provisionsvorschüsse mit den "verdienten" Provisionen erst einer nach Vertragsende vom Prinzipal erstellten Aufstellung zu entnehmen gewesen und der Prinzipal hat auch erstmals nach Ende der Vertragsverhältnisses angeblich nicht ins Verdienen gebrachte Provisionsvorschüsse zurückgefordert.