Logo EversOK

OLG München, 20.03.2012 - 7 U 3199/11 II - (Beschluss)

OLG München, 20.03.2012 - 7 U 3199/11 II - (Beschluss)
ECLI
ECLI:DE:OLGMUEN:2012:0320.7U3199.11.0A
Fundstellen
Prozessrecht aktiv 12, 87 LS; Juris; BeckRS 12, 07418; Wolters Kluwer; openJur
Gesetz
§ 592 ZPO; § 87 c Abs. 1 HGB
Stichworte
- Gastronomieabonnementverträge -; Statthaftigkeit des Urkundsverfahrens; Urkundsverfahren; Urkundenverfahren; Abrechnung des U; eingescannte Provisionsabrechnung als Urkunde; elektronische Datei; Ausdruck; elektronisches Dokument; Augenscheinsobjekt; Urkunde; Beweismittel
Anmerkung


Vorinstanz LG München I, 08.07.2011 - 14 HKO 2175/11 -; vgl. dazu auch den vorangegangenen Beschluss des OLG Müchen, 15.02.2012 - 7 U 3199/11 -;

zu LS 2 vgl. OLG München, 15.02.2012 LS 3 m.w.N. - Gastronomieabonnementverträge -;

zu LS 3
vgl.
Musielak/Voit, ZPO, 17.A., § 592 Rz. 12;

zu LS 5 vgl. Zöller/Greger, ZPO, 29.A., § 371 a Rz. 2;

zu LS 6 vgl. Musielak/Voit/Huber, ZPO, 17.A., § 415 Rz. 4;

zu LS 10 Im Streitfall waren die Provisionsansprüche des HV nach den tatsächlichen Feststellungen des Senats ab dem Zeitpunkt der Beendigung des letzten Monats der Tätigkeit des HV, also spätestens zum Ende Dezember 2010 fällig geworden.

zu LS 11 vgl. Palandt/Grüneberg, BGB, 71.A., § 286 Rz. 25;

zu LS 14 vgl. Zöller/Vollkommer, ZPO, 29.A., § 302 Rzz. 8, 6;

zu LS 15 vgl. Thomas/Putzo, ZPO, 32.A., § 302 Rz. 6, Zöller/Vollkommer, ZPO, 29.A., § 302 Rz. 6;

zu LS 16 Im Streitfall wollte der U den Schadensersatzanspruch und den Anspruch auf Rückzahlung der Provision gegen den Provisionsanspruch des HV aufrechnen; eine solche Aufrechnung führt nicht dazu, dass das Urkundsverfahren nicht statthaft wäre (vgl. OLG Frankfurt/Main, 12.01.1965 LS 1). Dies gilt selbst dann, wenn der U die Aufrechnung mit der ihm angeblich zustehenden Schadensersatzforderung im Begleitschreiben zur Provisionsabrechnung erklärt (OLG Frankfurt/Main, 12.01.1965 LS 4). Tritt der U den Beweis für den Bestand der von ihm gegenüber einer vom HV klagweise geltend gemachten Provisionsforderung behaupteten Aufrechnungsforderung nicht mit den im Urkundenprozess zulässigen Beweismitteln an, ist eine Urkundenklage des HV unter Vorlage des HVV und der Provisionsabrechnung begründet, aus der sich die Provisionsforderung des HV ergibt (OLG Frankfurt/Main, 12.01.1965 LS 8).

zu LS 18 vgl. Palandt/Grüneberg, BGB, 71.A., vor § 320 Rzz. 5, 9, 14, § 320 Rz. 1